Patrick Haag zum SPD-Landtagskandidat gewählt

Veröffentlicht am 02.05.2025 in Landespolitik

Foto v. l. n. r.: Jürgen Mellinger (Kreistagsfraktionsvorsitzender), Patrick Haag (Landtagskandidat), Anna Cunnigham (Ersatzkandidatin), Markus Dosch (Co-Kreisvorsitzender), Jonas Weber (Jusos-Kreisvorsitzender), Dr. Dorothee Schlegel (Co-Kreisvorsitzende)

Bei der Nominierungsversammlung der SPD Neckar-Odenwald-Kreis wurden Patrick Haag als Kandidat für die Landtagswahl und als Zweitkandidatin Anna Cunningham gewählt.

Die Co-Kreisvorsitzende Dr. Dorothee Schlegel begrüßte die Mitglieder und eröffnete die Versammlung. Dabei berichtete sie über die Online-Diskussion zum Koalitionsvertrag mit der ehemaligen Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und dem Betreuungsabgeordneten MdB Prof. Dr. Lars Castellucci. Beide wiesen darauf hin, dass diese Koalition ein Wagnis sei, aber dass die SPD so die Möglichkeit habe, mitzugestalten. Zwar seien Teile der Jusos der Meinung, dass die großen Visionen fehlen. 100 Tage mit Trump als Präsident haben jedoch gezeigt, dass die Weltlage einerseits schwieriger geworden sei, andererseits die Erwartungshaltungen in der Bevölkerung groß seien. Wichtig war es Dorothee Schlegel, die Situation differenziert darzustellen: „Die Bundes-Jusos, die Landes-Jusos und die Kreis-Jusos denken nicht immer gleich, aber wir haben mündige SPD-Mitglieder, die selbst entscheiden können.“

Anschließend stellte sich Patrick Haag aus Schwarzach vor und begründete seine Motivation für seine Landtagskandidatur unter anderem mit dem Argument: „Ich bin Einer aus der arbeitenden Mitte.“ Er ist 39 Jahre alt und als Hausmeister bei der Gemeinde Aglasterhausen angestellt. Als Arbeiter bringe er eine Perspektive mit, die in der Politik oft zu kurz käme. Dabei sind ihm gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne wichtig. Ebenso wünscht er sich mehr Respekt, sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt. Sein ehrenamtliches Engagement umfasst neben seiner Gemeinderats- und Kreistagstätigkeit vor allem die Blaulichtfamilie, wie die Freiwillige Feuerwehr, die Helfer vor Ort und die Notfallseelsorge. „Es ist unbezahlbar, was täglich ehrenamtlich geleistet wird“, so Patrick Haag. Auch in diesem Bereich möchte er sich für weniger Bürokratie und mehr Anerkennung einsetzen. Der Katastrophenschutz benötige mehr Aufmerksamkeit, damit dort schneller und konkreter geholfen werden kann, wie z. B. bei schweren Unwettern oder Unfällen. „Wir dürfen die Menschen, die sich engagieren, nicht alleine lassen“, forderte er und ergänzte dies mit dem Ansatz, dass die ärztliche Nahversorgung sichergestellt werden muss. Die Gesundheit der Patienten stehe über allem. Um diese Ziele zu erreichen, sei sein nächster Schritt, in den Landtag gewählt zu werden, nicht für sich, sondern für die Menschen. Das Leben verändere sich jeden Tag und die Politik müsse hier mitgehen, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Dies passiere am besten indem wir nicht übereinander reden, sondern indem wir miteinander ins Gespräch kommen.

Seine Vorstellung überzeugte die Mitglieder. Sie wählten Patrick Haag mit 100 % Ja-Stimmen zum Landtagskandidaten der SPD Neckar-Odenwald-Kreis.

Für die Ersatzkandidatur bewarb sich Anna Cunningham aus Osterburken. Sie ist 28 Jahre alt und wurde nach ihrem Studium in Wirtschaftswissenschaften Projektmanagerin im internationalen Finanz- und Rechnungswesen in der Schwarz-Gruppe. In ihrem Alltag, aber auch für Unternehmen und Kommunen ist ihr wichtig: „Digitalisierung muss mehr als ein Schlagwort sein für effizienteres Arbeiten und Bürgernähe.“ Damit eine gute Zukunft entstehe, verfolgt sie den Ansatz: „Wirtschaft und Solidarität müssen immer zusammen gedacht werden.“ Dringend verbessern müsse man die Situation der Kommunen, da diese im noch relativ gut ausgestatten finanziellen Land Baden-Württemberg zu ca. 90 % unterfinanziert seien. Neben ihren Aktivitäten im Mehrgenerationen-Treff, in der Gruppe-Stadtbibliothek und als Integrationslotsin beim ASB engagiert sie sich auch innerhalb der SPD im Ortsvereinsvorstand, im Kreisvorstand und in der SPD-Frauengruppe. Ihr Einsatz für dieses Themenfeld begründete sie mit: „Frauen halten sich in der Politik oft zurück. Daher ist es wichtig, sichtbarer zu werden.“

Nach ihrer Vorstellung wurde sie von allen Mitgliedern ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig als Zweitkandidatin für die Landtagswahl gewählt.

Kreistagsfraktionsvorsitzender Jürgen Mellinger freut sich über den „frischen Wind und die jungen Kandidaten“ und dass sie „jung, authentisch und erfrischend“ wirken.

Zur Unterstützung der beiden Kandidaten wurden für die Landesdelegiertenkonferenz neben Anna Cunningham Markus Dosch, Jonas Weber, Fabienne Tonini, Leon Köpfle und Lisa Bundschuh gewählt.

Zum Abschluss berichtete Co-Kreisvorsitzender Markus Dosch über die finanzielle Situation und die Arbeit des Kreisvorstandes. Fast 140 Termine der SPD im Neckar-Odenwald-Kreis im vergangenen Jahr zeigen, dass die SPD aktiv sei und viele Möglichkeit der Begegnungen und Gespräche schaffe.

Ziel sei, diese Richtung weiter zu gehen und noch mehr Mitglieder und Wähler einzubinden.

Foto v. l. n. r.: Anna Cunningham, Patrick Haag

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