wahrgenommen - wir fragen nach - Besuch Pflege

Veröffentlicht am 13.02.2024 in Ortsverein

„Wahrgenommen - wir fragen nach“ ist eine Reihe der Buchener SPD. Die im Konzept enthaltenen Umfragen werden ergänzt durch Vor-Ort-Besuche in den verschiedensten Bereichen.

Dieses Mal organisierte Dr. Valentin Hoß sowohl einen Besuch im Caritas-Pflegezentrum St. Joseph in Waldhausen, als auch beim ambulanten Pflegedienst „Hand in Hand“ in Buchen. Dabei unterstützte und beriet der Vorsitzenden des AK Gerontopsychiatrie NOK Gerhard Weidner.

Bei beiden Einrichtungen war der Buchener SPD nicht nur der Blick auf die notwendige Versorgung wichtig, sondern auch die Frage, wie wir Alle im Alter wohnen und leben möchten und in welchen Bereichen es Verbesserungspotentiale gibt.

Nach der Besichtigung des Pflegezentrums wies Heimleiter Steffen Knapp zunächst auf die strukturellen Herausforderungen im Neckar-Odenwald-Kreis hin. Diese zeichnen sich ab in der Pflegeheimquote, welche in Baden-Württemberg und auch bundesweit einer der höchsten ist, sowie in einem immer stärkeren Fachkräftemangel.

Laut Pflegedienstleitung Denise Zimmermann ist die neustrukturierte Ausbildung der Gesundheitsfachkraft ein Problem, da viele Auszubildende in dieser Zeit oft wegen Praktika fehlen und nach der Ausbildung häufig in andere Bereiche, z. B. Krankenhäuser, wechseln. Hinzu komme, dass viele ihre Ausbildung abbrechen.

Daher brauche es mehr Fachkräfte aus dem Ausland. Hier seien die sprachlichen Qualifikationen ein Problem, zum Teil auch wegen der Verständigung, besonders aber wegen der zu hohen Anforderungen bei Prüfungen.

Als ausgelernte Pflegefachkraft hat auch der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Torsten Fahrbach ein hohes Interesse an einer guten Versorgung älterer Menschen. Hierbei stelle sich manchmal die Frage, welche Wertigkeit die Dokumentation im Vergleich zur pflegerischen Betreuung des Menschen habe. Dies könne problematisch werden, wann man nur nach Aktenlage entscheide.

Ein weiteres Problem seien auch die hohen Kosten, die auf Bewohnerinnen und Bewohner zukämen, vor allem, weil viele zusätzlich auf „Hilfe zur Pflege“ angewiesen wären.

Ein Anliegen von Steffen Knapp in diesem Zusammenhang wäre, die Beträge für das sogenannte Taschengeld zu erhöhen, da vieles davon zu bezahlen sei, wie z. B. der Frisörbesuch, Zusatzmedikamente oder Verbandsmaterial.

Anschließend wurden viele Unterschiede zwischen stationärer Pflege, mobiler ambulanter Pflege sowie Tagespflege erörtert.

Mazlum Oktay hat als Geschäftsführer von „Hand in Hand“ viele innovative Ideen entwickelt und in die Tat umgesetzt. Mit Hilfe neuer Ansätze und guter Qualität wächst der Pflegedienst, die Anzahl der Mitarbeiter und der zu betreuenden Personen stetig.

Infolge des vielschichtigen Angebots in ambulanter Grund- und Behandlungspflege, Tagespflege, Hauswirtschaft sowie „Essen auf Rädern“ können die Arbeitskräfte flexibel eingesetzt werden. Aufgrund anderer Voraussetzungen und Rahmenbedingungen stellt der Fachkräftemangel im ambulanten Bereich ein geringeres Problem dar.

Weiterhin bietet „Hand in Hand“ über die Agentur PromedicaPlus auch die Möglichkeit einer 24-Stunden-Pflege an. Dies ist Mazlum Oktay wichtig, da viele Beschäftigungsverhältnisse illegal sind.

Der demographische Wandel mit einem zunehmenden Betreuungsbedarf älterer Mitbürger ist deutlich erkennbar. Erschwerend kommt hinzu, dass viele große Pflegeheimbetreiber vom Markt verschwinden und kleine Pflegedienste zunehmend Probleme haben, unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch eine gute Pflege zu gewährleisten.

Daher werde laut dem Geschäftsführer von „Hand in Hand“ die Entwicklung dahin gehen, dass Pflege von älteren, bedürftigen Menschen eine gesetzlich geregelte, kommunale Aufgaben werde. Darauf müsse man sich konzeptionell vorbereiten. Mehr Pflegeberater, eine an den Bedürfnissen älterer Menschen orientierte Wohnraum- und Wohnumfeldplanung, sowie eine durchdachte Quartiersentwicklung sind daher auch für den SPD-Kreisvorsitzenden Markus Dosch die richtigen Bausteine für die Zukunft.

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