Stellungnahme von Georg Nelius zum Werkrealschulkonzept Mosbachs

Veröffentlicht am 03.01.2011 in Gemeinderatsfraktion

Gemeinderatssitzung am 13.10.2010

Anrede
Ich habe im Landtag gegen die Einführung der Werkrealschule neuen Typs gestimmt, zumal diese nur zweizügig eingerichtet werden darf.
Die Befürchtung der SPD, dass durch die geforderte Zweizügigkeit Schulschließungen oder die Verlagerun g der Klassen 5-7 bzw. 8-10 an andere Schulstandorte die Folge sind, tritt jetzt auch in Mosbach ein.
Unabhängig davon muss man jetzt auf kommunaler Ebene versuchen, die Umsetzung der Werkrealschule neuen Typs , die von der Mehrheit in diesem Gremium gewünscht wird, so zu gestalten, dass es zum Wohl der Stadt geschieht.
An dieser Stelle sei mir eine Anmerkung erlaubt: Keine der Kolleginnen und keiner der Kollegen des Gemeinderates, egal wie sie nachher abstimmen werden, ist die Entscheidung leicht gefallen, der , ich spreche jetzt sicher auch für die anderen Fraktionen, stundenlange Diskussionen und Gespräche vorausgegangen sind.
Nun zum Beschlussvorschlag:
Dem Wunsch der Lohrtalschule weiterhin, wie bisher schon, Werkrealschule alten Typs zu bleiben, auch um die Zusammenarbeit mit der Johannesbergschule fortzusetzen und das Thema Inklusion umzusetzen, kommen wir gerne nach.
Wenn ich von wir rede, meine ich die Mehrheit der SPD-Fraktion.
Die Entwicklung der Schülerzahlen im Hauptschulbereich zeigt eindeutig, dass nur e i n e !! zweizügige Werkrealschule in Mosbach eine Zukunft hat. Unter dieser Prämisse müssen wir entscheiden. Dabei sind uns die Finanzen der Stadt durchaus bekannt. Wir können es uns nicht erlauben, die Müller-Guttenbrunn-Hauptschule zu schließen und 2/3 dieses Schulgebäudes leer stehen lassen und im Bereich APH/APG investieren , um die dort bestehende Raumnot zu lösen.
Auch wehren wir uns gegen die Argumentation, weil die Hauptschüler keine Lobby hätten, hätten sie nicht den gleichen Stellenwert wie die Gymnasiasten und man würde sie an den Rand der Stadt verlagern. Erstens haben wir in den Ausbau der Hauptschulen im Jahr 2009/10 ca. 1,2 Millionen Euro investiert und zweitens befindet sich die Müller-Guttenbrunn-Schule schon über 40 Jahre an dieser Stelle und Schüler und Eltern waren und sind froh, dass es dort diese Schule gibt. Aus Sicht der Kernstadt und viele Kinder aus der Kernstadt haben in den letzten Jahrzehnten diese Schule besucht, mag dies eine Randlage sein, berücksichtigt man aber die Stadtteile Reichenbuch, Lohrbach und Sattelbach, die ja auch in den Schulbezirk fallen, muss man die Lage der MGS anders beurteilen.
Die SPD-Fraktion wird daher dem Verwaltungsvorschlag mehrheitlich zustimmen.

 

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