wahrgenommen - wir fragen nach - Stadtwerke Buchen

Veröffentlicht am 17.04.2026 in Ortsverein

Im Rahmen ihres Projekts "wahrgenommen - wir fragen nach" besuchte die SPD Buchen die Stadtwerke Buchen, um sich über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Strategien des lokalen Energieversorgers zu informieren. Die Gespräche boten tiefe Einblicke in die komplexen Aufgaben der Stadtwerke und die Bedeutung ihrer Rolle für die Daseinsvorsorge in der Region.

Im Fokus standen dabei die Zusammenarbeit in Zweckverbänden, sowie die Themen, die in den kommenden Jahren angegangen werden müssen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und die Erwartungen an Landes- und Bundesregierung in Bezug auf kleinere Energieversorger wurden thematisiert. Die Stadtwerke Buchen, deren Management zu 74,8% dem Eigenbetrieb EDB der Stadt Buchen gehört, während die MVV 25,2% hält, sind ein zentraler Pfeiler der regionalen Infrastruktur. Ihr Kerngeschäft umfasst die Wasserversorgung aller Ortsteile, den Betrieb des Stromnetzes in Buchen, Hainstadt und Hettingen sowie des Gasnetzes in Buchen, Hainstadt, Hettingen, Osterburken und Seckach. Besonderes Augenmerk legen die Stadtwerke auf niedrige Strompreise und gehören zu den günstigsten Anbietern in der Region, mit einheitlichen Preisen für alle Kunden. Ein wichtiges Thema war die Finanzierung der Bäder, die ebenfalls zum EDB gehören. Die Stadtwerke müssen Gewinne erzielen, um die Verluste der Bäder zu kompensieren. Siegmar Flickinger von der SPD Buchen fragte nach der Möglichkeit, die Bäder langfristig zu erhalten, woraufhin der technische Geschäftsführer Andreas Stein versicherte, dass der Bürgermeister und der Gemeinderat die Bäder halten wollen. Matthias Gruber, der kaufmännische Geschäftsführer wies jedoch darauf hin, dass die Abgabe von Gewinnen das Wachstum der Stadtwerke hemme und die Eigenkapitalquote sinke, weil Investitionen für die Energiewende dringend notwendig seien. Die Stadtwerke engagieren sich bereits im Bereich erneuerbare Energien, beispielsweise durch die Beteiligung am Solarpark Neusaß I (Baujahr 2009), der erste Freiflächenanlage in der Region und der Agri-PV-Anlage Neusaß II, die letztes Jahr in Betrieb gegangen ist. Derzeit sind zwei große PV-Freiflächenanlagen in Rinschheim und Götzingen im Bau, an der die Stadt über den Eigenbetrieb EDB beteiligt ist, hierbei erhalten die Gemeinden 0,2 Cent pro kWh, während bei Windparks auch umliegende Städte profitieren. Sobald die Solarparks in Betrieb sind, hat die Genossenschaft Energie & Umwelt die Option sich zu beteiligen. Die Diskussion beleuchtete auch die vielfältigen Dienstleistungen der Stadtwerke, darunter die Betriebsführung für Wasserversorger wie WV Mudau und Limbach, die Stellung der technischen Führungskraft für die Wasserversorgung Bauland GmbH, den Hochwasserschutz in der Region und den Betrieb der Straßenbeleuchtung in Buchen, die zunehmend auf energieeffiziente LED-Technologie umgerüstet wird. Im Rahmen einer Managementdienstleistung sind neben Andreas Stein auch Fabian Nirmaier als Abteilungsleitung/Prokurist für Vertrieb/Energiebeschaffung und Christoph Aicher als Abteilungsleitung/Technische Führungskraft Gas/Wasser für die Stadtwerke Walldürn GmbH tätig.

Der SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzende, Markus Dosch, betonte die Bedeutung von einer klaren zukunftsweisenden Linie und einer eindeutigen Zustimmung, da "Fehlentscheidungen, die wir jetzt treffen, später teuer werden". Andreas Stein ergänzte, dass alle Maßnahmen finanzierbar sein müssen, auch für den Bürger. Die größten Herausforderungen der kommenden Jahre sehen die Stadtwerke in der Finanzierung der Infrastruktur, dem Ausbau der Stromnetze, dem Neubau von Wärmenetzen, der Wasserversorgung und Energiespeichern. Hinzu kommen die sich sprunghaft ändernden Rahmenbedingungen mit rund 18.000 Rechtsnormen, eine zunehmende Bürokratie und Überregulierung, der Fachkräftemangel sowie eine schwächelnde Wirtschaft. Trotz dieser Hürden bilden die Stadtwerke aus. Matthias Gruber hob die Herausforderung der Wärmewende hervor und dass die Bundespolitik für Bürger und Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen schaffen müsse, damit Vor-Ort die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. Bereits im Jahr 2023 betrug der Anteil an erneuerbare Energien an der Stromversorgung auf dem Gemarkungsgebiet der Gesamtstadt Buchen 209%. Die Stadtwerke Buchen sind bereits gut aufgestellt und sehen die Versorgung mit Energie, Wasser und Wärme in der Region trotz der Herausforderungen als gesichert an. Der Besuch der SPD Buchen bei den Stadtwerken Buchen unterstreicht die gemeinsame Verantwortung von Politik und Versorgern, die Energie- und Wasserversorgung zukunftssicher und bürgerfreundlich zu gestalten.

Der nächste Termin zu „wahrgenommen - wir fragen findet am Mittwoch, den 06.05. um 16:00 Uhr bei Baumbusch Bestattungen in Walldürn statt. Hierzu sind alle Mitglieder und Interessenten eingeladen.

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