Umbenennung Realschule Obrigheim - Stellungnahme

Dass sich Schüler*innen der Realschule Obrigheim intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus und des dort vielfach geschehenen menschenverachtenden Unrechts beschäftigt haben, sehen wir als  SPD-Kreisvorstand für eine wichtige Aufgabe an in Zeiten, in denen das Geschichtsbewusstsein und -verständnis nicht nur in Vergessenheit zu geraten scheint, sondern vielfach auch verzerrt wiedergegeben wird. Aus der Beschäftigung mit der Person von Vinzenz Rose ist in der Schulgemeinschaft und darüber hinaus die Idee entstanden, über eine Änderung oder Erweiterung des Namens der Schule nachzudenken.  Damit würde die Arbeit der Schüler*innen ebenso wert geschätzt wie die Erinnerungskultur lebendig gehalten werden. Der demokratische Prozess, der nun einer Entscheidung des Gemeinderats vorangeht bzw. auch schon viele Wogen geschlagen hat, ist wichtig. Zu einer lebendigen Demokratie gehören Meinungsvielfalt, aber auch, dass mit den jeweiligen Äußerungen die Achtung und den Respekt vor Menschen beibehalten werden. Traditionen beizubehalten und sich gleichzeitig der Gegenwart zu stellen, ist das eine. Wir hoffen, dass alle, die sich aktiv an dieser Diskussion beteiligen, sich nicht nur in den sozialen Medien oft auch anonym zu Wort melden, sondern vielfach miteinander in einen direkten Dialog vor Ort in der Schule begegnen mögen und ihre Gedanken, Meinungen und Ansichten austauschen. Dem Gemeinderatsgremium möge die Vielfalt der Überlegungen als Entscheidungskriterium dienen.

Gut ausgestattete Berufsschulen bieten Chancen und Perspektiven

Die SPD-Kreistagsfraktionen des Neckar-Odenwald- und des Rhein-Neckarkreises tagten gemeinsam.

„Nicht die Konkurrenz zwischen den Schulen, sondern die Aufgabe, möglichst vielen jungen Menschen Chancen und Perspektiven mit einer Ausbildung aufzuzeigen und zu ermöglichen, ist in Zeiten des Personalmangels das Gebot der Stunde,“ fasste die SPD-Fraktionsvorsitzende im Neckar-Odenwald-Kreis Heide Lochmann bei der ersten gemeinsamen Fraktionssitzung mit dem Rhein-Neckar Kreis die zusätzliche informative „Schulstunde“ des Treffens in der Theodor- Frey- Schule in Eberbach zusammen. Dort hatten sich die beiden SPD-Kreistagsfraktionen auf Einladung der Vorsitzenden Dr. Ralf Göck und Heide Lochmann getroffen.

Zu Beginn informierte das Schulleitungsteam mit den Herren Götz, Jörder und Färber über die Situation der beruflichen Schule, in der es sowohl eine Landesfachklasse als auch eine Bezirksfachklasse gibt. Für die Schülerinnen und Schüler der Landesfachklasse besteht die Möglichkeit, im schuleigenen Internat mit 30 Plätzen zu wohnen. Angesprochen wurde die schwierige Verkehrsanbindung für viele Schüler mit weiten Wegen zur entsprechenden Berufsschule. Pragmatische Lösungen, auch über Landesgrenzen hinweg, sollten deshalb erweitert werden, um Ausbildungsplätze und Berufsschulen besser zusammenzubringen und den Schülern weite Anfahrten zu ersparen“, so ein Fazit. Auch AV-Dual Klassen, wie sie es schon im Neckar-Odenwald-Kreis gibt, seien für die Theodor-Frey-Schule ein Ziel. Ebenso wurde der Erhalt von Kleinklassen aufgrund von zurückgehenden Schülerzahlen angesprochen. „Es muss bei manchen Berufsausbildungen die Sicherheit gegeben werden, dass sie weiterhin flächendeckend angeboten werden“, formulierte Dr. Dorothee Schlegel die gemeinsame Zielrichtung.

Geschichtslabor - Lernort Kislau

Mehrere Wochen lang war das von Dr. Andrea Hoffend und Team konzipierte Geschichtslabor in Mosbach in den Räumen des Nikolaus-Kistner-Gymnasiums eine gute Möglichkeit, einen neuen Zugang zu unserer Geschichte zu erfahren. Dieses Angebot wurde nun auch von einer interessierten Gruppe wahrgenommen, eingeladen von der Otto-Wels-AG, die nach dem SPD-Fraktionsvorsitzenden benannt wurde, der 1933 die letzte freie Rede im Reichstag gehalten hatte.

Begrüßt wurden die Gäste, unter ihnen auch Dr. Andrea Hoffend, die eigens von Karlsruhe angereist ist, von Christine Eggers, Lehrerin und Leiterin der Geschichts-AG am NKG. Eggers berichtete von den Erfahrungen, die sie mit den unterschiedlichsten Schulgruppen im Geschichtslabor gemacht hat und welche Stationen ein besonderes Interesse bei den Jugendlichen geweckt hatten. Spannend war zu hören, dass der Bogen zur Demokratie und deren Gefährdung heute sehr wohl wahrgenommen wurde. Dr. Hoffend beschrieb den Weg der Konzeption des Geschichtslabors, das mit Bundesmitteln gefördert und damit ermöglicht wurde. Auf Wanderschaft gehen sollten die stabilen Ausstellungswände, die Neugierde für Geschichte wecken und zum Mitmachen einladen. Schwerpunkt ist der Blick auf Ereignisse und Menschen aus Nordbaden im Zeitraum zwischen 1919 und 1945. Das KZ Kislau befand sich im ehemaligen Schloss in Mingolsheim und wurde für viele Kritiker der NS-Zeit, unter ihnen namhafte badische Regierungsvertreter aus der Weimarer Republik, ein Vorhof der Hölle, wie es auf einer Tafel zu lesen war. Einige Biografien der Inhaftierten waren zudem mit historischen Dokumenten unterlegt. Das Geschichtslabor soll jedoch nicht nur die Vergangenheit beschreiben, sondern auch dazu anleiten, über die Demokratie in unserem Land nachzudenken und auf Gefahren, wie z. B. auch Fake-News aufmerksam zu machen. Eggers ergänzte, dass die am Eingang ausgelegten Arbeitshefte rege benutzt wurden, um all die genannten Stationen und damit Geschichte verständlich zu machen. Dr. Hoffends Anliegen ist nun, die Begleithefte für Lehrkräfte aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen, wozu der Austausch vor Ort auch diente, zu überarbeiten, damit das Geschichtslabor weiteren jüngeren und älteren Besuchergruppen ein Lernort werden kann. Interessiert sahen sich die Gäste die Stelltafeln an. In Kleingruppen wurde immer wieder diskutiert. Ältere und jüngere Besucher tauschten dabei ihr Wissen um die Geschichte aus und die Lehren, die heute daraus gezogen werden müssen. Nicht nur einmal erinnerte man sich an den einstigen Geschichtsunterricht, der oftmals die NS-Zeit ausklammerte oder bei dem Lehrkräfte dann auch erste Versuche wagten, demokratische Grundwerte der damals noch jungen Bundesrepublik zu vermitteln. Dr. Dorothee Schlegel dankte Christine Eggers und Dr. Andrea Hoffend für diese besondere „Geschichtsstunde“.

Statement zum DHL-Paketzentrum in Osterburken

„Viel Pro, aber auch viel Contra“.

Erklärung der SPD-Gemeinderatsfraktion Osterburken zum Tagesordnungspunkt 3 der GR-Sitzung am 24.07.2023

 

Die „Fränkischen Nachrichten“ haben mit der Überschrift „Viel Pro, aber auch viel Contra“ ihres Artikels am Freitag die Sachlage auf den Punkt gebracht. Vielen Chancen, die das Großprojekt mit sich bringt, stehen ebenso viele Risiken gegenüber – und so sehen es auch die meisten Bürgerinnen und Bürger. Ein Mitbürger formulierte es bei der FN-Befragung sogar so: „Was das Paketzentrum betrifft, bin ich wirklich geteilter Meinung.“ Das ist tatsächlich eine sehr gute Beobachtung: Wer genau hinsieht – und das haben wir alle hier getan – stellt fest, dass jeder Eintrag auf der langen Liste von Einzelpunkten diese zwei Seiten hat.

Je nachdem, wie man diese Punkte dann gewichtet, fällt auch das Gesamturteil anders aus. Und so kann man mit guten Gründen trotz vieler Chancen dagegen und trotz aller Risiken dafür sein. Jede und jeder von uns Stadträtinnen und Stadträten hat eine solche Liste geführt, hat Plus und Minus sorgfältig eingetragen, hat die Punkte gewichtet und ist so zu einem persönlichen Ergebnis gekommen. Naturgemäß sieht dieses Resultat auch bei jedem Mitglied der SPD-Fraktion etwas anders aus, auch wenn wir heute alle gleich abstimmen werden. 

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13.06.2026, 17:00 Uhr Grillfest

17.06.2026, 18:00 Uhr OV Mosbach-Neckarzimmern Stammtisch
(evtl. Ortsänderungen werden rechtzeitig bekanntgegeben)

17.06.2026, 18:00 Uhr Politischer Stammtisch "Roter Rettich"

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