Bild v. l. n. r.: Torsten Fahrbach (stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, 25-jähriges Jubiläum), Reinhold Goisser (40-jähriges Jubiläum), Markus Dosch (Kreisvorsitzender)
Beim Jahresabschluss der SPD Buchen blickte der Ortsvereinsvorsitzende Markus Dosch mit seinem Stellvertreter Torsten Fahrbach auf das vergangene Jahr zurück und ehrte langjährige Mitglieder.
Zuerst bat Markus Dosch um eine Gedenkminute zu Ehren von Horst Bauch, Antje Queisler, Gunter Ahlfänger und Dietmar Gerlach ein, welche alle in diesem Jahr verstorben sind und dass man ihre Persönlichkeiten und ihr Engagement nicht nur im Ortsverein vermissen werde.
Weiter fuhr er mit einem Jahresrückblick auf die große Politik fort, die geprägt war von Bauernprotesten, neu gegründeten Parteien, den Kriegen und Unruhen in der Ukraine und in Israel, Hochwasserkatastrophen, den Wahlen in der USA, dem Ampelbruch und einem immer stärker geprägten Rechtsruck in der Gesellschaft.
Beim letzten, gut besuchten Stammtisch "Roter Rettich" eröffnete Philipp Hensinger, Bundestagskandidat der SPD des Wahlkreises Odenwald – Tauber, die Diskussionsrunde mit der Frage: " Wie geht es weiter nach dem „Aus“ der Ampelregierung?" Auch grundsätzliche Fragen zur politischen Kultur und zur sozialen Gerechtigkeit wurden auf dem Hintergrund der jüngsten, unerwarteten, aber auch unerfreulichen Ereignisse intensiv und konträr diskutiert. Seine klare Botschaft lautete: "Ich habe gehofft, dass die Ampel die reguläre Legislaturperiode durchhält. Ein stabiler Kurs ist entscheidend, um Zusammenhalt zu fördern und extremen Parteien keinen zusätzlichen Raum zu bieten. Die Erfahrungen in der EU zeigen, dass schnelle Neuwahlen, wie zuletzt in Frankreich oder den Niederlanden, sehr häufig Instabilität mit sich bringen und rechten Strömungen Aufwind verleihen." Ein wichtiges Thema des Abends war, inwieweit die von der CDU proklamierte, sogenannte "Brandmauer" gegenüber der AfD hält. Besonders kritisch wurden die zurückliegenden Gespräche zwischen der CDU und der AfD in Sachsen kommentiert, die offenbar ohne nennenswerte öffentliche Distanzierungen oder klare Positionierungen seitens der CDU-Spitze stattgefunden haben. „Wir warten immer noch auf eine eindeutige und glasklare Abgrenzung der CDU von der AfD. Dies ist in erster Linie Sache des Kanzlerkandidaten der CDU. Diese unentschiedene Haltung schwächt nicht nur die Demokratie, sondern führt letztendlich zu weiterer gesellschaftlichen Spaltung“ so Philipp Hensinger. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Anwesenden einer Normalisierung der Zusammenarbeit der christlichen Unionspartei mit der AfD eine hohe Wahrscheinlichkeit zumessen. Die Frage einer möglichen zukünftigen Koalition stand ebenfalls im Raum. Ein klares "Nein" zur Großen Koalition kam von Kerstin Flickinger: "Rot allein mit Schwarz? Nein, niemals mehr eine GroKo! Eine Rot-Grüne-Regierung wäre für mich akzeptabel." Diese Meinung fand große Zustimmung. Hensinger stellte klar: "Unser Ziel ist es, die Wahl zu gewinnen und nicht in eine GroKo gezwungen zu werden." Die Diskussion zeigte auch den verstärkten Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit. Themen wie Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und eine mögliche Reform der Erbschaftssteuer wurden angesprochen. "Wir haben so viele Stellschrauben, an denen wir ansetzen könnten, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen", betonte Hensinger. Dafür braucht es einen Kanzler wie Olaf Scholz, mit Regierungserfahrung, der die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in Deutschland im Blick hat. „Das sind nicht diejenigen, die sich viel leisten können, sondern diejenigen, die viel leisten!“ Ein weiteres zentrales Thema war die Zukunft der deutschen Autoindustrie. Aktuell berichtete Torsten Fahrbach von der geplanten Schließung des Autoteilewerks Magna in Rosenberg, wodurch 350 Arbeitsplätze bedroht sind. "Im Rückblick auf vergangene Jahre sollte es wieder zu einer engen Zusammenarbeit, einem Schulterschluss zwischen der SPD und den Gewerkschaften kommen, um diese Arbeitsplätze durch vorausschauende Investitionen, zukunftsweisenden Innovationen mit aktiver Beteiligung der Beschäftigten an betrieblichen Entscheidungen der zu sichern" stellet Dr. Eberhard Barth fest. Der Abend endete mit einer klaren Aussage: des Kandidaten “Die Herausforderungen, vor denen auch wir in unserer Region stehen, können nur durch mutige Reformen, sozialen Zusammenhalt und klar erkennbare Abgrenzung gegenüber extremistischen Strömungen bewältigt werden.“
In der Jugendherberge in Dilsberg traf sich die SPD-Kreistagsfraktion zu einer zweitägigen Klausurtagung. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Kreishaushalts 2025. Hierfür standen Landrat Dr. Brötel und Kreiskämmerer Schork der Fraktion Rede und Antwort. Trotz der geplanten Erhöhung der Kreisumlage bleibt ein Defizit von knapp 10 Millionen Euro bestehen. Die Fraktion zeigte sich besorgt über die angespannte Haushaltslage, betonte jedoch, dass die Erhöhung der Umlage eine notwendige Maßnahme sei, um die grundlegenden Aufgaben des Landkreises weiterhin erfüllen zu können.
Ein zentrales Thema war die Finanzierung der Mehraufwendungen durch das Bundesteilhabegesetz, für die der Landkreis bisher keine ausreichenden Zahlungen des Landes erhalten hat. Kreisrat Patrick Haag merkte an: „Die Ausgaben für das Bundesteilhabegesetz sind nicht nur Kosten, sondern auch eine Investition in die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung. Sie ermöglichen ihnen eine bessere Teilhabe an der Gesellschaft und schaffen zugleich Wertschöpfung durch die Sozialwirtschaft.
Die finanziellen Herausforderungen der Kreiskliniken nahmen breiten Raum in den Diskussionen ein. Kreisrat Julian Stipp stellte klar, dass das aktuelle Defizit nicht allein auf die geplante Krankenhausstrukturreform zurückzuführen sei:
„Wir suchen nach Lösungen, nicht nach Schuldigen. Jetzt ist es wichtig, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die Chancen der Reform für den Landkreis zu nutzen.“
Auf Initiative unseres Kreisrats Meikel Dörr hat der Schul-, Kultur- und Partnerschaftsausschuss beschlossen, den jährlichen Zuschuss des Neckar-Odenwald-Kreises ab 2025 auf 100.000 € zu erhöhen.
Dieses unverzichtbare Kulturgut, getragen von großem ehrenamtlichen Engagement, sichert regionale Geschichte und Bildung für Jung und Alt.
Ein starkes Signal für unsere Kultur im ländlichen Raum!
13.06.2026, 17:00 Uhr Grillfest
17.06.2026, 18:00 Uhr OV Mosbach-Neckarzimmern Stammtisch
(evtl. Ortsänderungen werden rechtzeitig bekanntgegeben)
17.06.2026, 18:00 Uhr Politischer Stammtisch "Roter Rettich"