SPD-Ortsverein Große Kreisstadt Mosbach und Neckarzimmern

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Ihr SPD-Ortsverein Große Kreisstadt Mosbach mit Neckarzimmern

Wieder näher ran

Anna Cunningham und Jonas Weber übernehmen SPD-Kreisvorsitz

Die SPD im Neckar-Odenwald-Kreis hat eine neue Führung. Bei ihrer Kreismitgliederversammlung in der Minneburghalle in Neckargerach wählten die Mitglieder Anna Cunningham aus Osterburken und Jonas Weber aus Neckargerach einstimmig zu ihren neuen Kreisvorsitzenden. Die 30-jährige Wirtschaftswissenschaftlerin und der 22-jährige Bauingenieur wollen die Sozialdemokratie im Landkreis neu aufstellen, jüngere Menschen für die Politik gewinnen und verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Unter dem Motto „Wieder näher ran“ wollen sie dafür sorgen, dass die SPD stärker und vor allem im direkten Gespräch auf die Menschen zugeht, ihre Sorgen und Erwartungen ernst nimmt und sich vor Ort um konkrete Lösungen kümmert.

Der Führungswechsel fällt in eine schwierige Zeit für die SPD. In ihren Bewerbungsreden machten Cunningham und Weber deutlich, dass neue Gesichter allein nicht ausreichen, um die Partei wieder erfolgreicher zu machen. Vielmehr müsse sich die SPD auch inhaltlich und in ihrer Arbeitsweise verändern. Statt sich zu häufig mit sich selbst zu beschäftigen, müsse sie wieder stärker die Fragen in den Mittelpunkt stellen, die die Menschen im Alltag bewegen. Dazu brauche es klare politische Positionen auf allen politischen Ebenen, eine verständliche Sprache und den Mut, auch eigene Fehler anzusprechen. Vor allem aber müsse die SPD wieder regelmäßig dort präsent und ansprechbar sein, wo die Menschen leben, arbeiten und sich engagieren, und nicht nur dann, wenn die nächsten Wahlen anstehen.

„Menschen wollen nicht immer gleich die große politische Debatte. Sie wollen erst einmal gehört werden“, betonte Cunningham. Politik entstehe nicht nur in Parlamenten und Sitzungssälen, sondern auch in Betrieben, Vereinen und bei Gesprächen im Alltag. Deshalb wollen Cunningham und Weber den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern ausbauen, stärker auf Vereine, Betriebe und soziale Einrichtungen zugehen und die politische Arbeit verständlicher vermitteln. Dazu gehöre auch eine zeitgemäße Kommunikation über soziale Medien.

Ein besonderes Anliegen ist beiden, die SPD für neue Generationen und für unterschiedliche Perspektiven zu öffnen. Junge Menschen sollen nicht nur angesprochen werden, sondern ihre Vorstellungen und Erfahrungen auch tatsächlich einbringen können. Politische Mitarbeit müsse einfacher möglich sein, ohne gleich ein Parteiamt übernehmen zu müssen. Gleichzeitig wollen Cunningham und Weber auf die Erfahrung langjähriger Mitglieder bauen und diese mit neuen Impulsen verbinden.

 

wahrgenommen - wir fragen nach - Fahrschule Fuhry

Die SPD Buchen hat in ihrer Reihe „wahrgenommen - wir fragen nach“ die Fahrschule Fuhry besucht, um mehr über die Entwicklung der Fahrschule, neue Herausforderungen bei der Ausbildung und mögliche Gefahrenstellen im Buchener Straßenverkehr zu erfahren.

Die Fahrschule Fuhry geht auf eine Übernahme aus der Fahrschule Roos im Jahr 1984 zurück. Heute ist sie mit Standorten in Buchen, Osterburken, Rosenberg und Seckach vertreten. Neben der Ausbildung zum Führerschein für den PKW gehören auch die Ausbildungen zu LKW-Führerscheine, alle Zweirrad Klassen und weitere Qualifikationen zum Angebot.  Etwa für Stapler, Hebebühnen und Krane, Bagger-Schulungen finden nach Angaben von Conny Fuhry in den jeweiligen Unternehmen statt. Die Nachfrage sei insgesamt weiterhin ausreichend. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nehme das Interesse am Führerschein jedoch nach Fuhrys Eindruck ab. Auch die Organisation der Ausbildung habe sich verändert. Viele Schülerinnen und Schüler hätten wegen längerer Unterrichtszeiten und viele Hobbys weniger Zeit für Fahrstunden. Die Theorie wird inzwischen häufig per App gelernt. Seit 2021 bietet die Fahrschule nach eigenen Angaben eine theoretische Vorprüfung an. Auch die praktische Ausbildung sei anspruchsvoller geworden. Während früher häufig acht bis zwölf Fahrstunden gereicht hätten, seien es heute eher 20 bis 30. Als Gründe nennt Fuhry den dichteren Verkehr und die größere Vielfalt an Verkehrsteilnehmenden, und weniger Vorerfahrungen sowie wenig aktive Teilnahme am Straßenverkehr vor der Ausbildung z. B. Fahrrad oder im Auto der Eltern.  Eine Ausbildung mit Schalt- und Automatikfahrzeugen ermögliche es, anschließend beide Varianten zu fahren. Zu den angekündigten Überlegungen, den Führerschein günstiger zu machen und weniger Fahrstunden vorzusehen, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Markus Dosch: „Die Reform ist zu kurz gedacht, da Folgekosten und Verkehrssicherheit darin nicht berücksichtigt ist.". Conny Fuhry wolle jedoch zunächst abwarten, welche konkreten Änderungen tatsächlich kommen. Eine mögliche Ersparnis bei der Ausbildung könne nach ihrer Einschätzung an anderer Stelle Folgen haben: „Man spart zwar bei der Fahrschule, aber dafür kann die Versicherung steigen". Auch der Wandel im Straßenverkehr war Thema. Alexander Weinlein, Kassierer der SPD Buchen, fasste die Entwicklung sinngemäß so zusammen: „Es gibt mehr Verkehr als früher, er ist schneller geworden und es sind mehr unterschiedliche Verkehrsteilnehmende unterwegs." Conny Fuhry berichtete außerdem, sie nehme eine zunehmende Aggressivität und Egoismus im Straßenverkehr wahr. Stadtrat Dr. Valentin Hoß ging in der Diskussion auf den Verwaltungsaufwand und die Bürokratie in der Fahrschule ein. Conny Fuhry schilderte, dass Fahrstunden dokumentiert und bestätigt werden müssten und bei geförderten Ausbildungen umfangreiche Nachweise anfielen. Einen Teil der Bürokratie halte sie für überflüssig. Sie koste nach ihrer Einschätzung zwei bis drei Stunden pro Woche. Die regelmäßige Überwachung von Fahrschulen durch das Land sei grundsätzlich sinnvoll, werde aus ihrer Sicht aber stark anhand der Unterlagen geprüft und vorher angekündigt und somit nicht zielführend. Im Gespräch wurden auch Stellen angesprochen, die Fuhry im Buchener Stadtgebiet und im Kreis für unübersichtlich oder verbesserungswürdig hält. Dazu zählen z. B. die Ausfahrt vom Langen Graben zur Ringstraße, die Ausfahrt Buchen-Nord auf die B27, sowie die die neue Vorfahrtsituation an der Marienhöhe. Auch schlecht erkennbare Verkehrszeichen und eingeschränkte Sicht durch Bewuchs erschwere das Autofahren. Ihr Wunsch ist es, dass die Hinweise aus der Fahrschulpraxis jeweils von den zuständigen Stellen geprüft werde.

SPD Buchen blickt auf Kommunalpolitik und kommende Aufgaben

Bei ihrer Mitgliederversammlung in Buchen tauschten sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins mit den Co-Kreisvorsitzenden Jonas Weber und Anna Cunningham über aktuelle Themen und die Arbeit der kommenden Jahre aus.

Ein Schwerpunkt war die Neuaufstellung des SPD-Kreisvorstands. Anna Cunningham und Jonas Weber berichteten über ihre Ziele: Die Ortsvereine sollen stärker in gemeinsame Projekte eingebunden und die Präsenz der SPD vor Ort ausgebaut werden. Auch die Gewinnung neuer Mitglieder und eine stärkere Zusammenarbeit mit den Arbeitsgemeinschaften standen im Mittelpunkt des Gesprächs.

Aus dem Gemeinderat berichtete Markus Dosch über den geplanten Neubau der Jakob-Mayer-Grundschule. Das bisherige Verfahren mit mehreren Entwürfen und einer anschließenden Auswahl wurde als vorbildlich bewertet.

Betreuung, Gesundheit und Gleichstellung im Mittelpunkt

Bei ihrer zweiten Mahnwache auf dem Wimpinaplatz in Buchen machten die SPD-Frauen Neckar-Odenwald auf Herausforderungen im Familienalltag aufmerksam. Im Gespräch ging es um verlässliche Kinderbetreuung, lange Wartezeiten in der Gesundheitsversorgung und bessere Bedingungen für Familien.

Zum Tag der Deutschen Einheit haben die SPD-Frauen Neckar-Odenwald auf dem Wimpinaplatz vor dem Buchener Rathaus zur Mahnwache eingeladen. Auch die Landtagsabgeordnete Dr. Dorothea Kliche-Behnke war nach Buchen gekommen. Im Mittelpunkt standen diesmal die Kinderbetreuung und die gesundheitliche Versorgung.

Luisa Nothhelfer eröffnete die Veranstaltung. Im Neckar-Odenwald-Kreis lebten rund 20.000 Kinder und Jugendliche zwischen null und 16 Jahren, erinnerte sie. Ihnen müsse eine Versorgung zur Verfügung stehen, die nicht nur auf dem Papier funktioniere.

Besonders schwierig sei die Situation für Familien mit Kindern, die Entwicklungsstörungen oder Behinderungen haben. Saskia Ackermann berichtete von langen Wartezeiten: Im Kinderzentrum Mosbach könne es bis zu einem Jahr dauern, bis Familien einen Termin erhielten. Bei der Ergotherapie vergingen mitunter mehr als sieben Monate. Wertvolle Zeit gehe dadurch verloren.

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