Kreistagsfraktion
Sehr geehrter Herr Landrat,
sehr geehrter Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Gäste,
es ist wie in jedem Jahr. Einerseits geht es nur um die Feststellung des Jahresabschlusses 2023, die Verwendung des Jahresergebnisses und die Entlastung des Aufsichtsrats der AWN. Andererseits – beschränke ich mich heute darauf, nicht über die Abfallwirtschaft im Allgemeinen und Besonderen zu reden, sondern nur über die Vorbereitung einer Gesellschafterversammlung der AWN.
Da der Aufsichtsrat laufend über die Entwicklung der AWN auch anhand der Quartalszahlen informiert wird und positive ebenso wie negative Abweichungen hinterfragt, wissen wir um die Schwankungen, die das Abfallgeschäft auch mit sich bringt. Gut geplant ist halb gewonnen, könnten wir für 2023 resümieren – aber es wird nicht ausgeruht, sondern auch hier darauf geschaut, wo es zu geringer ausgefallenen Erlösen wie bei der Verwertung vor allem von Altpapier oder stark verbesserten Erlösen aus Abfallanlieferungen gekommen ist. Bei den Ausgaben schlug der höhere Materialaufwand beim angewachsenen Deponiebetrieb zu Buche.
Sehr geehrter Herr Landrat,
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Werte Gäste!
Wie die meisten von Ihnen wissen, ist dies heute meine erste Rede hier im Kreistag – quasi meine Jungfernrede, und das mit bald 70 Jahren . Nach fast 50 Jahren Medizin bin ich in der Politik sozusagen ein alter „Rookie“, der sich naturgemäß in die neue Materie noch etwas einarbeiten muss. Ich bitte daher um Nachsicht, falls noch nicht alles wirklich perfekt ist.
„Es ist zwar schon alles gesagt, aber längst noch nicht von jedem“. Dieses Zitat des bekannten Münchener Komikers Karl Valentin, indirekt ein Namensvetter von mir, trifft auch auf den heutigen Tag voll und ganz zu und zeigt das Dilemma, wenn von allen Fraktionen zum gleichen Thema Stellung bezogen werden soll. Insofern werden Sie auch in meinen Ausführungen einiges wiederentdecken, was meine geschätzten Vorredner bereits dargelegt haben, vielleicht ist aber auch der eine oder andere neue Denkansatz dabei.
Gesundheit ist für die Menschen ein zentrales Thema und ein hohes Gut und auf einem Ranking, was für den einzelnen Menschen wichtig ist, meist ganz oben dabei. Insofern ist eine gute medizinische Versorgung sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich ein essenzieller Bestandteil der Daseinsvorsorge für Politik auf allen Ebenen. Gerade deshalb müssen wir uns bewusst machen, welche zentrale Rolle unsere Kliniken für unsere Region und die Menschen, die hier leben, spielen. Die Neckar-Odenwald Kliniken sind weit mehr als nur medizinische Versorgungseinrichtungen. Sie sind eine Stütze für die Gesundheit der Menschen vor Ort. Für viele Patientinnen und Patienten ist es unerlässlich, dass sie schnell und wohnortnah Zugang zu qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung haben – und zwar ohne lange Wege oder Wartezeiten. Dies ist besonders wichtig für ältere Menschen, chronisch Kranke, Familien mit Kindern und in Notfällen, wie wir es gerade auch während der Corona-Pandemie erlebt haben.
Mit einem Dank an Patrick Haag für die Vorbereitung der Sitzung begrüßte Jürgen Mellinger die SPD-Kreistagsfraktion im Rathaus in Schwarzach. Als Gast hieß er Jonas Weber willkommen, dem die Fraktion nochmals für die Organisation der Kommunalwahlen dankte.
Mellinger informierte über die anstehenden Haushaltsverhandlungen für 2025, ebenso wie über die Pläne der Erweiterung der Verwaltungsgebäude des Landratsamts.
Im Rahmen der Tourismusförderung ist es der SPD-Fraktion wichtig, dass das Odenwälder Freilandmuseum in Gottersdorf im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Kreises weiterhin gefördert wird. Es ist ein extrem beliebter Ausflugsort. Insbesondere die Kinder- und Pflanzentage und die History-Tage werden überaus gut angenommen.
Länger diskutierte die Fraktion über die Funktionen als Aufsichtsräte der Neckar-Odenwald-Kliniken und der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (AWN). Die Fraktion müsse die jeweils nötigen Informationen erhalten, waren sich die Kreisräte einig. Nur dann könne man sachgerecht entscheiden.
„Zum Thema Kliniken ist es unsere Aufgabe, zu überlegen, wo wir als Kreis selbst tatsächlich etwas verbessern können. Das entbindet nicht davon, von Land und Bund das einzufordern, was notwendig ist, um die Kliniken weiterhin halten zu können. Wir werden uns bei den Fachpolitikern aus Land und Bund auf den neuesten Stand bringen lassen“, so Julian Stipp.
Vergangene Woche verabschiedete die SPD-Kreistagsfraktion die ausgeschiedenen Kreistagsmitglieder in Haßmersheim.
Fraktionsvorsitzender Jürgen Mellinger bedankte sich für bis zu 25 Jahre Einsatz und Engagement für unseren Landkreis.
Die ausgeschiedenen Kreisräte werden der Fraktion weiterhin mit Rat und Tat beiseite stehen.
V.l.n.r.: Ralf Schnörr, Dorothee Schlegel, Heide Lochmann, Volker Schwender, Norbert Bienek, Jürgen Mellinger, Norbert Schneider, Karlheinz Graner, Georg Nelius
17.06.2026, 18:00 Uhr OV Mosbach-Neckarzimmern Stammtisch
(evtl. Ortsänderungen werden rechtzeitig bekanntgegeben)
17.06.2026, 18:00 Uhr Politischer Stammtisch "Roter Rettich"
„Roter Rettich“
Ein Diskussionsforum der Buchener SPD
OB von Mosbach, Julian Stipp zu Gast beim Stammtis …
19.06.2026 - 20.06.2026 Landesparteitag